Crossing Europe: 28. April - 3. Mai 2026.
Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.
SYNOPSIS: Herzblutwiese Stadtwerkstatt, Essayfilm, 113 min
Fragmente und Kontinuitäten einer feministischen Geschichte: Der Essayfilm „Herzblutwiese Stadtwerkstatt“ thematisiert Feminismus, Gleichberechtigung und Gleichstellung in der Stadtwerkstatt, dem am längsten bestehenden autonomen Kunst- und Kulturhaus der Stadt Linz.
In einem Umfeld von ästhetischer Neuerung, gesellschaftlicher Revolte, subversiver Kraft und künstlerisch-technologischer Entwicklungen verschränkt der Film von 1979 bis heute Text, Interviews, künstlerische Inszenierungen und Archivmaterial zu einer Narration im Perspektivenwechsel - und entwirft damit eine größere gesellschaftliche Erzählung über die Stadt hinaus.
Ein Film von Claudia Dworschak & Tanja Brandmayr.
TRAILER:
MEHR INFOS ZUM FILM SIND MIT DER PREMIERE BEI CROSSING EUROPE HIER ONLINE (Ende April 2026).
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… Das war eigentlich unmittelbar verständlich …
… es gab eindeutige Reaktionen, dass das höchste Zeit war …
… ein wichtiges Vorhaben, was das Haus … aber auch, was die Zeit und das größere Ganze betrifft
… Und wir hatten sehr bald dieses Wort …
… die HERZBLUTWIESE …
… der Begriff kam schon, als wir uns generell mit dem Stadtwerkstatt-Archiv beschäftigt haben …
… Mit diesen vielen Projekten über die vielen Jahre …
… in dieser gemeinsamen Sphäre der Revolte …
… und da war immer wieder das Gefühl:
… So viel Herzblut auf der Herzblutwiese.
Autonomie, Kunst, Medien, Musik: Mehr als 40 Jahre Kulturverein aus feministischer Perspektive
Die Stadtwerkstatt (STWST) ist das älteste autonome Kunst- und Kulturhaus der Stadt Linz, das seit 1979 besteht und von Beginn an gegen fade Kunst, verkrustete Strukturen und eine restriktive Gesellschaft angekämpft hat. Die STWST arbeitet damals wie heute aus einer Haltung der Selbstermächtigung zwischen Kunst, Medien, Musik und sozialer Sphäre.
Das Filmprojekt 'Herzblutwiese Stadtwerkstatt' thematisiert inmitten dieser Szene Leidenschaften, Kämpfe sowie die Unterrepräsentanz von Frauen. Es werden Feminismus, Gleichberechtigung und Gleichstellung in einem Umfeld von ästhetischer Neuerung, gesellschaftlicher Revolte, subversiver Kraft sowie künstlerischer und technologischer Entwicklungen verhandelt. Es geht um Spezifika der Szene, größere gesellschaftliche Fragen und um künstlerische, gesellschaftliche und emanzipative Potentiale, die in die Gegenwart weitergetragen werden.
Das Projekt HERZBLUTWIESE STADTWERKSTATT wurde initiiert von der Stadtwerkstatt, Tanja Brandmayr und Claudia Dworschak.
HERZBLUTWIESE STADTWERKSTATT startete mit ersten Recherchen bereits 2020.
FERTIGSTELLUNG: Anfang 2026.
Die Geschichte der Stadtwerkstatt (STWST) beginnt 1979 und entwickelt sich als autonome Struktur. Sie entstand als Utopie von Kunst und Leben bzw. eines Lebens- und Arbeiten-Konzeptes, das sich durch die Manifeste der jüngeren Avantgarde, durch Ablehnung einer bürgerlichen Behübschungskultur sowie einer Kritik an der immer noch autoritär beeinflussten Nachkriegsgesellschaft auszeichnete. Die Stadtwerkstatt behauptete sich zwischen Häuserkampf, sozialem Wandel und Kunst.
Seit den 1980er-Jahren und noch vor den digitalen Medien entstanden interaktive, hybride Medien- und Telematik-Formate und eine Prozesskunst als Medienkunst. Aus diesen intensiven, auch hochpolitischen Auseinandersetzungen im Feld der Kunst und der Medien ist historisch auch die Entstehung der Netzkulturintitiative servus.at (1996) und des freien Radio FRO (1998) zu verstehen. Beide entwickelten sind aus dem Umfeld der STWST und arbeiten immer noch im Haus der STWST.
Die Stadtwerkstatt wurde als freies Künstler:innenkollektiv gegründet, prägte seit den 1980er Jahren die Linzer Stadtgeschichte sowie die frühe Medienkunstgeschichte und ist bis heute ein autonomes Kulturhaus in Linz, das zwischen Kunst, Gesellschaft und den Beschlagwortungen „Anstiftung zur Initiative“ oder „Transformation von Kunst und Gesellschaft“ agiert. Heute besteht der Verein Stadtwerkstatt aus den Departments New Art Contexts, einem Medienbereich, dem Musikclub und den sozialen Sphären der Öffentlichkeitsbereiche des Hauses – die Bereiche arbeiten ineinander verschränkt.
Die an sich widerständische Geschichte des Hauses spiegelt aber auch konforme gesellschaftliche Prozesse wider: Frauen haben in der STWST in unterschiedlichen Bereichen wesentlich mitgearbeitet, Schlüsselpositionen eingenommen, politische Arbeit geleistet und haben Kunst gemacht. Eine nachhaltige Präsenz und Sichtbarkeit von Frauen hat sich jedoch nicht oder zu wenig hergestellt.
Foto links: Arbeiten an der STWST-Fassadengestaltung ‚Sgraffito Alchemia‘, 1983 / Foto: STWST Archiv, Fotograf:in: unbekannt / Oben: Werner Katzmair (re), Franz Blaas, Georg Ritter (li) / Mitte: Robert Oppeneiger, Frau im Kleid: Erika Wolfinger / Unten: Fredi Wögerbauer
Foto rechts: Arbeiten in der STWST, frühe 1980er Jahre / Foto: STWST Archiv / Fotograf:in: unbekannt / Frau an der Scheibtruhe: Rita Schmalnauer / Im Hintergrund: Gisela Porod
HERZBLUTWIESE STADTWERKSTATT bei „What the Fem*?“ | Nov 20222 - Mai 2023
Das Recherche- und Filmprojekt fand sich bereits zu Beginn des Arbeitsprozesses in der Timeline der Nordico-Ausstellung What the Fem*?. Mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen, historischen Artefakten und lebendigem Diskurs wurde in der Ausstellung durch den Feminismus geführt.
What the Fem*?
BLOODPROOF OF LIFE, Kollektives Kunstprojekt | 2023 und 2024
Der BLOODPROOF OF LIFE war Kunstprojekt der Stadtwerkstatt im Rahmen von STWST48x9 COLD HEAVEN. Es handelte sich um eine kollektive Kunstaktion und Edition, bei der abgezapftes Lifeblood durch analoge und digitale Prüfinstanzen gejagt wurde, um den Menschen ihre Basisressourcen und Means of Production zurückzugeben. Der BLOODPROOF OF LIFE war auch als Teil des Filmdrehs von HERZBLUTWIESE STADTWERKSTATT konzipiert – als ein aktuelles Kunst- und Medienkunstprojekte der STWST des Jahres 2023, das in Kooperation mit servus.at umgesetzt wurde. Einer der TEILPROOFS – der Videoproof – wurde außerdem im Jahr 2024 bei AMRO – Art meets Radical Openness, und bei STWST48x10 NOPE gezeigt.
BLOODPROOF bei STWST48x9
VIDEOPROOF bei AMRO2024 VIDEOPROOF bei STWST48x10
GIBLING Ed. 14 | 2025
Die 14. Edition der Kunst- und Communitiywährung GIBLING wurde vom temporär gebildeten KOLLEKTIV HERZBLUTWIESE gestaltet. Das Kollektiv arbeitete mit Materialien aus dem Film ‘Herzblutwiese Stadtwerkstatt’, der sich der Kulturinitiative Stadtwerkstatt aus feministischer Perspektive widmet.
GIBLING 14. Edition

Mehr Infos zum Film sind mit der Premiere bei Crossing Europe hier online.
Crossing Europe: 28. April - 3. Mai 2026. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.
Foto: Protestaktion der STWST, frühe 2000er Jahre / Foto: STWST Archiv / Fotograf:in: unbekannt / Frauen am Balkon: Olivia Schütz, Daniela Fürst und andere.
Hier die ersten Infos auf der Crossing Europe Webseite und in der Zeitung Versorgerin:
Crossing Europe PA
Cover Versorgerin 149
Synopsis und Mitwirkende
Haupttext von Claudia Reiche
Kurzinterview Claudia Dworschak, Tanja Brandmayr
Mehr Infos zum Film sind mit der Premiere bei Crossing Europe hier online.
Crossing Europe: 28. April - 3. Mai 2026.Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.
Kontakt:
herzblutwiese@stwst.at